In den sonnedurchfluteten Räumen des Kurhauses im Grugapark haben vom 21.-23.08.2009 wieder zahlreiche Frauen die Gelegenheit genutzt, hineinzuschnuppern in Workshops wie Tai Chi Chuan, Hormon-Yoga oder Orientalischen Tanz.
Begeistert berichteten Teilnehmerinnen über Vorträge wie z.B. "Raus aus dem Stress" oder "Reiki - eine sanfte, japanische Therapie", dass Sie viel für ihren Alltag mitnehmen konnten.
Die Gelegenheit zwischen den Veranstaltungen ihre Lebensenergie zu testen und sich über Klangschalenmassagen zu informieren, wurde ebenfalls rege von den Teilnehmerinnen genutzt.
Nach der enormen positiven Resonanz sind bereits schon jetzt Anfragen nach einem neuen Programm bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen eingegangen und es wird tatsächlich eine Neuauflage der Frauengesundheitstage im Jahr 2010 geben.
Unter dem Motto "Gesundheit, Fitness, Wohlbefinden" veranstaltet die Gleichstellungsstelle auch in diesem Jahr wieder vom 21. - 23. August in Kooperation mit "Kur vor Ort" die 5. Essener Frauengesundheitstage.
Es wird eine interessante und abwechselungsreiche Auswahl von Vorträgen u.a. zu den Themen Reiki, Schüßler-Salze für Frauen oder Palliativmedizin angeboten.
Zahlreiche Workshops eröffnen die Möglichkeit z.B. in Tai Chi Chuan, Orientalischen Tanz, Dorn-Breuss-Therapie oder auch Hormon-Yoga hineinzuschnuppern.
Programmheft: 5 Essener Frauengesundheitstage (416 KB)


"Die Wiese", Beratungsstelle für Essener Selbsthilfegruppen und Interessierte, hat ein umfassendes Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2009 zusammengestellt.
Wie ein roter Faden durchzieht das Thema "Lebensbewältigung" das Programm.
"Spuren des Lebens", "Gefährliche Sinnsuche", "Wenn einer von uns schwer krank wird", "Sucht im Alter" sind ein nur paar Themen, die in den überwiegend kostenfreien Veranstaltungen behandelt werden.
Weitere Informationen und Hinweise erhalten Sie hier:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass Depressionen sich bis zum Jahr 2015 nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur zweiten Volkskrankheit entwickeln werden. Frauen sind fast doppelt so oft betroffen wie Männer. Rund 20 bis 25 Prozent aller Frauen und zehn bis zwölf Prozent aller Männer werden irgendwann im Laufe ihres Lebens depressiv.

Durch das Gesetz für den öffentlichen Gesundheitsdienst vom 25.11.1997 wurde die Gesundheitskonferenz als kommunales Planungs- und Konferenzsystem eingeführt, das am Konsens orientiert ist und alle wichtigen Akteurinnen und Akteure des Gesundheitswesens einbezieht.
Die konstituierende Sitzung der Gesundheitskonferenz war im März 1999. Im September 2000 wurde in Essen die Geschäftstelle unter der Leitung von Lisa Schwermer (Lisa.Schwermer@gesundheitsamt.essen.de) eingerichtet. Seit diesem Zeitpunkt ist auch die Gleichstellungsstelle in der Gesundheitskonferenz vertreten.
Die Mitglieder der Gesundheitskonferenz haben bislang 8 Schwerpunktthemen bearbeitet, bei denen ein besonderer Abstimmungs- und Handlungsbedarf in Essen gesehen wurde.

Rund um das Thema "Frauengesundheit" werden an diesen Tagen Workshops und Schnupperkurse, die von ausgebildeten Trainerinnen und Trainern geleitet werden, angeboten. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge und Diskussionen mit Fachfrauen.
Nicht jede beherrschte direkt den Kopfstand am 24. und 25. Oktober 2008 in Kur vor Ort bei den 4. Essener Frauengesundheitstage, die von der Gleichstellungsstelle durchgeführt wurden.
Aber, das sehr breit gefächerte Angebot mit Workshops und Vorträge zum Beispiel zu den Themen: Cranio-sacrale Therapie, Essen mit Köpfchen, Meditatives Bogenschießen oder auch Zilgrei ermutigte so manche Frau zu ungewöhnlichen Aktivitäten.
Teilnehmerinnen verließen den Workshop "Orientalischer Tanz" mit leuchtenden Augen und strahlten, dass "…sie soeben ihre neue Sportart gefunden haben."
Diese positive Reaktion der Teilnehmerinnen war kein Einzelfall. Viele Frauen haben Anregungen und Ideen erhalten, wie sie in Zukunft in ihren durch Mehrfachbelastungen wie Beruf, Familie und Haushalt geprägten Alltag, kleine Freiräume und Erholungsphasen einbauen können.
In den freundlichen Räumlichkeiten des Kurhauses im Grugapark und unter der fachkundigen Anleitung der ReferentInnen konnte an diesem Wochenende Entspannung und Regeneration gelebt werden.
Damit auch im kommenden Jahr wieder Frauen in den Genuss dieser Angebote kommen können, hat sich die Gleichstellungsstelle entschlossen, die Frauengesundheitstag auch im Jahr 2009 wieder durchzuführen.


Ausgangsbedingungen
Wissenschaftliche Forschungen haben mittlerweile bewiesen, dass das Geschlecht eines Menschen Auswirkungen auf seine Gesundheits- bzw. Krankheitsentwicklung hat. So liegt bei Jungen bis zur Pubertät beispielsweise eine höhere Sterblichkeitsrate vor, sie sind häufiger krank und bekommen mehr Medikamente als Mädchen. Während der Pubertät dreht sich das Geschlechterverhältnis um und die Mädchen fühlen sich häufiger unwohl und der Konsum der Medikamente steigt.
Frauen in Deutschland leben im Durchschnitt zwar sieben Jahre länger als Männer, sind jedoch ab der Pubertät in allen Altersklassen deutlich unzufriedener mit ihrem Gesundheitszustand als Männer.
Es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede in der Ursache, Ausprägung, Symptomatik und Empfindung von Krankheiten, die sich aber in der Forschung und Behandlung im Gesundheitswesen meistens nicht wieder finden. Trotz jahrelanger Erfahrungen in der Frauengesundheitsforschung wird im Gesundheitswesen in der Regel von einem geschlechtsneutralen Konzept ausgegangen. Geschlechtsneutral heißt jedoch nachgewiesener Maßen die Orientierung an der Körperlichkeit und der psychosozialen Befindlichkeit des Mannes.

Um die geschlechtsspezifischen Unterschiede herauszufiltern wurde eine verlässliche, umfassende Datenerhebung benötigt. Im Jahre 2000 gab das Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit NRW den ersten Gesundheitsbericht zur gesundheitlichen Situation von Männern und Frauen im Lande NRW, unter Berücksichtigung der verschiedensten Lebenslagen heraus. 2001 folgte der "Bericht zur gesundheitlichen Situation von Frauen in Deutschland", der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben wurde. Beide Berichte bestätigen mit ihren Erkenntnissen die geschlechtsspezifischen Unterschiede bezüglich der Gesundheit und dem Gesundheitsverhalten und spezifizieren diese. Zum Beispiel wurde festgestellt, dass Männer weitaus häufiger einen Herzinfarkt erleiden, als Frauen. Allerdings ist die Sterblichkeitsrate bei Frauen, die einen Herzinfarkt bekommen haben um ein vielfaches höher, als bei Männern.
Mit Hilfe dieser Daten können nun neue Handlungsansätze im Gesundheitswesen entwickelt werden.

Am 08.12.2008 hat Monika Hauser, die Begründerin von medica mondiale in Stockholm den Alternativen Nobelpreis erhalten. Damit erfährt das Engagement von Monika Hauser und medica mondiale für traumatisierte Mädchen und Frauen in Kriegs- und Krisengebieten eine wichtige Würdigung und Anerkennung.
Mehr zur Person Monika Hauser und zu medica mondial (83 KB)
Charta medica mondiale (51 KB)
Foto © Ursula Meissner
Essstörungen wie Magersucht und Bulimie gehören zu den am meisten unterschätzten gesundheitlichen Problemen. Vor allem Mädchen und jüngere Frauen sind davon betroffen. Ende des vergangenen Jahres stellten die Bundesministerinnen Ulla Schmidt, Ursula von der Leyen und Annette Schavan die Initiative "Leben hat Gewicht - gemeinsam gegen den Schlankheitswahn" in Berlin vor.
Weitere Infos: www.bmfsfj.de
Quelle: BMFSFJ Newsletter 1/2008